Angels legen in der europäischen Gruppenphase des MDI einen Höhenflug hin

von Samantha Cruse am May 2nd um 2:20pm

Woche 3 der europäischen Gruppenphase des MDI lieferte uns prompt eine Überraschung, als die Achtplatzierten Games Revolted das erstplatzierte Team Method bereits in der ersten Runde ausstachen. Damit stand Method ein steiniger Weg durch das untere Bracket bevor, um noch eine Chance auf das regionale Finale und einen Platz beim Live-Event am 22. Juni zu haben. Eine fast unmögliche Aufgabe für jedes Team – und sei es so talentiert wie Method.

Übung macht den Meister

Die Konkurrenz in Europa war groß. Bei mehreren Matches entschieden nur Sekunden, und bei einigen letztendlich die Anzahl der Tode über Sieg oder Niederlage. Die Sechstplatzierten Kjell’s Angels konnten das drittplatzierte Team Raider.io in der ersten Runde schlagen – zuerst um nur wenige Sekunden im Seelenschlund und dann nochmals im Verlies der Wächterinnen, womit sie sich den Sieg sicherten. Später besiegten Kjell’s die Zweitplatzierten Infinite in einer Aufholjagd mit einem hauchdünnen Vorsprung von 2 Sekunden in Unteres Karazhan, obwohl sie insgesamt 15 Sekunden mehr durch ihre Tode angehäuft hatten. Schließlich machten sie auch Methods letzte Hoffnungen auf eine Teilnahme an der europäischen Finalrunde mit chirurgischer Präzision im Verlies zunichte. Auf derselben Karte sollten sie im Finale auch Team Pogchamp den Sieg abringen können.

Präzision oder Tempo

Der Sitz des Triumvirats ist mit Abstand der herausforderndste Dungeon des MDI, angefüllt mit eng beieinanderstehenden, schwer zu trennenden Gegnergruppen und gnadenlosen Bossmechaniken. In der Region China hat Skyline.D gezeigt, dass man Gruppen zwar gut einzeln locken und den Sitz nahezu fehlerlos abschließen kann, dafür aber wesentlich länger braucht. Bei der Anzahl der Tode schenkten sich Skyline.D und Kjell’s Angels zwar nicht viel, allerdings konnten Kjell’s den Dungeon mehr als zehn Minuten früher abschließen.

Unkonventionelle Teamzusammenstellungen

Trotz der kuriosen Zusammenstellungen während des Zeitrennens hätten wir angesichts der ersten beiden regionalen Events vermutet, dass die europäischen Teams mit einer etwas traditionelleren Teamzusammenstellung aufwarten würden. Fatsharkyes und Method überraschten mit ihrer Entscheidung, in Oberes Karazhan ohne Heiler anzutreten. Method wichen noch weiter von der traditionellen Zusammenstellung ab und ersetzten den Heiler durch einen zusätzlichen Tank. Allerdings hatten beide Teams im Gegensatz zum Team No Healer aus China Paladine, die sich für die verbliebenen Matches in der Phase auf Heilung spezialisierten. Method legten zwar einen tadellosen Durchmarsch hin, aber sie teilten dabei deutlich weniger Schaden aus als Fatsharkyes, wodurch ihnen schlussendlich vier Sekunden zum Sieg fehlten.